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Berufskrankheit anzeigen

Allgemeine Informationen

Mitteilungs-, Anzeige- und Auskunftspflichten bei Berufskrankheiten nach Sozialgesetzbuch Siebtes Buch (SGB VII)

Sowohl Ärztinnen und Ärzte (auch Zahnärztinnen und Zahnärzte; sowohl ambulant als auch stationär tätig) als auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, den Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit an den Unfallversicherungsträger zu melden. Träger der Unfallversicherung sind die gewerblichen Berufsgenossenschaften, die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft sowie die Versicherungsträger der öffentlichen Hand (zum Beispiel Unfallkassen, Landesunfallkassen, Gemeindeunfallversicherungsverbände).

Auch die Krankenkassen sollen entsprechende Hinweise an den Unfallversicherungsträger geben. Darüber hinaus können Betroffene ihre Erkrankung auch selbst bei ihrem Unfallversicherungsträger melden.

Der Unfallversicherungsträger prüft, ob es eine Erkrankung gibt und ob diese durch die Arbeit verursacht wurde. Wenn Versicherte an einer Berufskrankheit leiden, haben sie Anspruch auf umfassende Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung.

Hinweis zur zuständigen Stelle

Die Zuständigkeit des Unfallversicherungsträgers richtet sich nach dem Unternehmen, in dem die erkrankte Person zuletzt gefährdet tätig war. Im Zweifel können Sie sich bei der Infoline der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung informieren, an welchen Träger Sie die Meldung richten.

  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) – Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
  • Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

Sie können auch die für den Arbeitsschutz zuständige Landesbehörde informieren, dies ist im Freistaat Sachsen die Landesdirektion Sachsen.

Zuständige Stelle

  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) – Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
  • Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

Voraussetzungen

Die Erkrankung

  • muss in der Regel in der Berufskrankheitenverordnung enthalten sein und
  • muss durch die berufliche Tätigkeit verursacht sein.

Für eine Meldung reicht die Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen dem Auftreten der Erkrankung mit bestimmten Stoffen oder Einwirkungen.

Die Berufskrankheiten sind in der Anlage 1 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) aufgeführt (siehe –> Weitere Informationen).

Bitte melden Sie auch den begründeten Verdacht auf Erkrankungen, wenn eine Anerkennung und Entschädigung "wie eine Berufskrankheit" in Betracht kommt (§ 9 Abs.2 Sozialgesetzbuch SGB VII). Dies sind insbesondere Erkrankungen, die noch nicht in die Berufskrankheitenliste aufgenommen sind, aber auf Empfehlung des Ärztlichen Sachverständigenbeirats Berufskrankheiten beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales in diese Liste aufgenommen werden sollen. Weitere Informationen zu diesen Erkrankungen finden Sie in den "Wissenschaftlichen Empfehlungen zu neuen Berufskrankheiten" auf den Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (siehe –> Weitere Informationen).

Verfahrensablauf

Weitere wichtige Informationen, unter anderem zum Verfahrensablauf und zur Beteiligung der versicherten Person finden Sie auf den Internetseiten der DGUV (siehe –> Weitere Informationen) und in den Merkblättern der DGUV zur den Meldeformularen (siehe –> Formulare und weitere Angebote).

Schriftliche Anzeige durch Arbeitgeber / Arbeitgeberin oder arzt / ärztin:

  • Melden Sie dem zuständigen Träger der Unfallversicherung (siehe –> zuständige Stelle) den Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit unter Verwendung des entsprechenden Formulars (siehe –> Formulare und weitere Angebote).
  • Füllen Sie den Formularbogen mit den erforderlichen Angaben aus, beachten Sie die Erläuterungen im jeweiligen Merkblatt der DGUV.

Onlineanzeige durch Arbeitgeber / Arbeitgeberin / Versicherte:

Über das Serviceportal der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung können Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen und Versicherte die Meldung auch online abgeben (siehe –> Onlineantrag).

Schriftliche Anzeige durch Versicherte:

Wenden Sie sich mit einem formlosen Schreiben an Ihren Unfallversicherungsträger. Achten Sie auf erforderliche Angaben und legen Sie die notwendigen Unterlagen bei.

Erforderliche Unterlagen

keine

Frist/Dauer

  • für Unternehmen: innerhalb von 3 Tagen nach Bekanntwerden eines Anhaltspunktes
  • für Ärzte (Zahnärzte): unverzüglich

Kosten

keine

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz. 29.09.2026

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